Förderung

Heizungsförderung 2026: So viel Zuschuss gibt's nach dem GModG

9 Min. Lesezeit
12.08.2026

Heizungsförderung 2026: Was hat sich mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz geändert?

Am 10. Juli 2026 hat der Bundestag das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen, das seit dem 29. Juli 2026 in Kraft ist und das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG), besser bekannt als "Heizungsgesetz", ablöst (Bundesregierung). Die wichtigste Änderung für dich als Hausbesitzer: Die bisherige 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen ist entfallen, und bestimmte Betriebsverbote für bestehende Öl- und Gasheizungen wurden aufgehoben (GEG-Infoportal der Bundesregierung).

Das bedeutet aber nicht, dass sich ein Heizungstausch nicht mehr lohnt – im Gegenteil: Die staatliche Förderung bleibt bestehen und ist weiterhin einer der wichtigsten finanziellen Hebel, um auf eine effiziente Heizung umzusteigen (BDEW).

Wie hoch ist die Heizungsförderung 2026 wirklich?

Laut der offiziellen Förderseite der KfW (Zuschuss 458) beträgt der Zuschuss zwischen 30 % und maximal 70 % der förderfähigen Kosten. Bei einem Einfamilienhaus werden dabei Kosten bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit berücksichtigt – der maximale Zuschuss liegt damit bei 21.000 Euro.

Wichtig: Anders als bei manchen älteren Angaben im Netz kursiert, sind aktuell KEINE 80 Prozent Förderung möglich – die 70-Prozent-Obergrenze gilt laut KfW unabhängig von der Antragstellergruppe.

Grundförderung und Boni im Überblick

Der Zuschuss setzt sich aus einer Grundförderung und mehreren möglichen Boni zusammen (Quelle: KfW):

  • Grundförderung: 30 % für alle förderfähigen Heizungsarten
  • Effizienzbonus: +5 % für Wärmepumpen mit Wasser, Erdreich oder Abwasser als Wärmequelle bzw. natürlichem Kältemittel
  • Klimageschwindigkeitsbonus: zusätzlicher Bonus beim Austausch einer noch funktionstüchtigen alten Öl-, Kohle-, Gasetagen-, Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gas-/Biomasseheizung — die genaue Höhe wird über die Zeit schrittweise reduziert, aktuelle Werte immer direkt bei der KfW prüfen
  • Einkommensbonus: +30 % für selbstnutzende Eigentümer mit einem Haushaltsjahreseinkommen bis 40.000 Euro

Auch mit mehreren kombinierten Boni bleibt der Zuschuss laut KfW bei maximal 70 % der förderfähigen Kosten gedeckelt.

Muss ich meine Heizung überhaupt austauschen? Die Rechtslage nach dem GModG

Nach dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz gibt es keinen pauschalen Zwang mehr, eine noch funktionierende Öl- oder Gasheizung sofort auszutauschen (ADAC). Das Gesetz setzt stattdessen stärker auf Technologieoffenheit statt starrer Detailvorgaben. Trotzdem bleibt ein Umstieg auf eine Wärmepumpe oder ein anderes förderfähiges System langfristig meist wirtschaftlich sinnvoll — insbesondere, weil die Förderung den Umstieg finanziell erleichtert und die Betriebskosten fossiler Heizungen durch die CO2-Bepreisung tendenziell weiter steigen.

Auch für Wärmepumpen zur reinen Warmwasserbereitung, wie wir sie in unserem Ratgeber zur Brauchwasserwärmepumpe beschrieben haben, gilt: Eine eigenständige Förderung ist meist nur im Zuge einer umfassenderen Heizungserneuerung möglich.

Wie beantrage ich die Heizungsförderung? Ablauf über KfW 458

  • Energieeffizienz-Expertin oder -Experten bzw. Fachunternehmen beauftragen, die eine "Bestätigung zum Antrag" (BzA) erstellt
  • Registrierung im Kundenportal "Meine KfW" und Antragstellung für den Zuschuss 458 — WICHTIG: Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden (Quelle: KfW)
  • Nach Zusage: Vorhaben innerhalb von 36 Monaten umsetzen
  • Nachweise einreichen und Auszahlung im Kundenportal beantragen

Für welche Heizungen gibt es die Förderung?

Förderfähig sind unter anderem Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Brennstoffzellenheizungen, wasserstofffähige Heizungen (anteilig), innovative Heizungstechnik sowie der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz (Quelle: KfW). Am stärksten gefördert werden in der Praxis meist Wärmepumpen, da sie zusätzlich zur Grundförderung den Effizienzbonus erhalten können.

Praxisbeispiel: So viel Förderung ist realistisch

Ein Beispiel zur Einordnung: Bei förderfähigen Kosten von 25.000 Euro für den Einbau einer Wärmepumpe und einer Kombination aus Grundförderung (30 %) und Einkommensbonus (30 %) ergäben sich rechnerisch 60 % Zuschuss, also 15.000 Euro. Mit zusätzlichem Effizienzbonus (5 %) und Klimageschwindigkeitsbonus wären rechnerisch mehr als 70 % möglich – gedeckelt wird der tatsächliche Zuschuss aber in jedem Fall bei 70 % der förderfähigen Kosten. Die genaue Höhe hängt immer vom Einzelfall ab; wir rechnen dir das im Rahmen einer Beratung gerne konkret vor.

Häufige Fehler beim Förderantrag vermeiden

  • Antrag erst NACH Beauftragung des Handwerkers stellen — das führt zum Verlust der Förderfähigkeit, der Antrag muss vor Arbeitsbeginn gestellt werden
  • Fehlende Bestätigung zum Antrag (BzA) durch eine Energieeffizienz-Expertin oder einen -Experten
  • Fristen für die Nachweiseinreichung nach Zusage übersehen
  • Boni beantragen, ohne die jeweiligen Voraussetzungen (z.B. Einkommensgrenze, Alter der alten Heizung) vorher zu prüfen
Maximilian Kindsvater
Heizungsbaumeister bei Alphatherm

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Häufig gestellte Fragen zur Heizungsförderung 2026

Wie viel Förderung gibt es 2026 für eine neue Heizung?

Der Zuschuss über das KfW-Programm 458 liegt zwischen 30 % und maximal 70 % der förderfähigen Kosten. Bei einem Einfamilienhaus werden Kosten bis 30.000 Euro berücksichtigt, sodass der maximale Zuschuss bei 21.000 Euro liegt.

Muss ich meine alte Heizung 2026 austauschen?

Nein. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das die alte 65-Prozent-Pflicht abgelöst hat, gibt es keinen pauschalen Zwang mehr, eine noch funktionierende Öl- oder Gasheizung sofort zu ersetzen. Ein Umstieg bleibt aber wegen der Förderung und steigender CO2-Kosten meist wirtschaftlich sinnvoll.

Wie beantrage ich die Heizungsförderung?

Zuerst beauftragst du eine Energieeffizienz-Expertin oder einen Experten für die Bestätigung zum Antrag (BzA), dann stellst du im Kundenportal "Meine KfW" den Antrag für den Zuschuss 458 – und zwar bevor die Arbeiten beginnen

Welche Heizungen werden 2026 gefördert?

Gefördert werden unter anderem Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Brennstoffzellenheizungen, wasserstofffähige Heizungen und der Anschluss an ein Wärmenetz. Wärmepumpen profitieren zusätzlich vom Effizienzbonus.

Wer hilft bei der Beantragung der Heizungsförderung in der Region Karlsruhe, Bruchsal und Heidelberg?

Alphatherm übernimmt als Fachbetrieb aus Ubstadt-Weiher die komplette Abwicklung deines Förderantrags – von der Bestätigung zum Antrag bis zur Nachweiseinreichung – für Kunden in der Region Karlsruhe, Bruchsal und Heidelberg. Die Heizungsförderung 2026 ist komplexer geworden, seit das GModG die alten Regeln abgelöst hat — umso wichtiger ist eine saubere Planung von Anfang an. Bei Alphatherm übernehmen wir als eingetragener Fachbetrieb aus Ubstadt-Weiher die komplette Abwicklung deines Förderantrags, von der Bestätigung zum Antrag bis zur Nachweiseinreichung, damit du dir um nichts selbst kümmern musst.